Zwischen den Sozialpartnern bei Bpost geht inzwischen gar nichts mehr. Eine mit Spannung erwartete Verhandlungsrunde wurde von den Gewerkschaften vorzeitig beendet. Sie werfen der Direktion weiterhin mangelnde Kompromissbereitschaft vor. Die Geschäftsleitung beschränke sich weiterhin auf ihre Forderung nach mehr Flexibilität und lehne jegliche Kompensationen für das Personal ab, beklagten die Arbeitnehmervertretungen.
"Stimmt nicht!", erwiderte aber eine Bpost-Sprecherin in der VRT. Die Direktion habe durchaus Zugeständnisse gemacht und auch Kompensationen in Aussicht gestellt. Als Gegenleistung fordere man jetzt aber zuallererst die Aufhebung der Blockade der Sortierzentren, zudem müsse der soziale Dialog konstruktiver werden.
Eine faktische Beendigung des Streiks wäre also jetzt die Grundbedingung für weitere Gespräche. Beide Seiten haben sich offensichtlich in ihren Positionen eingemauert. In der Zwischenzeit stapeln sich die liegengebliebenen Postsendungen: bis zu zehn Millionen Briefe und rund 400.000 Päckchen.
Roger Pint