Rund acht Jahre nach dem Skandal im Fleischbetrieb Veviba in Bastogne hat das Strafgericht in Neufchâteau die Urteile gegen sechs Personen und fünf Unternehmen gesprochen.
Der ehemalige Direktor des Betriebs wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zu einer Geldbuße in Höhe von 10.000 Euro verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren gefordert.
Gegen zwei weitere frühere Führungskräfte von Veviba wurden ebenfalls Bewährungsstrafen verhängt. Drei weitere Beschuldigte wurden freigesprochen. Die fünf Unternehmen, die angeklagt waren, erhielten Geldstrafen.
Veviba war die Betriebserlaubnis entzogen worden, weil Ermittlungen unter anderem ergeben hatten, dass Fleisch verkauft worden war, dessen Haltbarkeitsdatum abgelaufen war. Zudem war gegen weitere Hygienevorschriften verstoßen worden.
In Folge des Skandals war gegen den Betrieb im August 2019 ein Konkursverfahren eingeleitet worden.
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