Der belgische Staat hat seit dem Jahr 2020 mehr als zwei Millionen Euro an Entschädigungen zahlen müssen, weil psychisch kranke Menschen nach einer Straftat in Gefängnissen untergebracht worden sind. Das geht aus Zahlen hervor, die Justizministerin Annelies Verlinden (CD&V) vorgelegt hat.
Die Betroffenen hätten nach ihrer Straftat eigentlich in eine spezialisierte forensisch-psychiatrische Klinik eingewiesen werden müssen. Aber weil es dort zu wenig Plätze gibt, landen viele von ihnen in gewöhnlichen Haftanstalten.
Dafür ist der belgische Staat schon mehrmals verurteilt worden. Rund 1.000 dieser Personen haben seit 2020 eine Entschädigung vom Staat erhalten.
belga/vrt/est