Die christlichen, liberalen und sozialistischen Gewerkschaften rufen für den 12. Mai zu einer neuen nationalen Demonstration in Brüssel auf. Das haben sie in einem gemeinsamen Pressebericht mitgeteilt. Damit wollen die Arbeitnehmervertretungen ihren Widerstand fortsetzen gegen den Sparkurs der Föderalregierung.
Im Zentrum der neuen Großaktion sollen laut den Gewerkschaften drei Themen stehen: die Rentenreform, die hohen Energiepreise infolge des Kriegs im Nahen Osten und der Index beziehungsweise die sinkende Kaufkraft. Die Demonstration sei die Fortsetzung des bereits anderthalb Jahre laufenden Aktionsplans gegen die "asozialen Reformen der Arizona-Regierung".
Es sei nicht hinnehmbar, dass die Regierung ausgerechnet in Zeiten steigender Preise und wachsender Unsicherheit zum Angriff auf die automatische Indexierung der Löhne und Gehälter blase, so die Gewerkschaften. Deshalb rufe man gemeinsam mit einer breiten Koalition von Vertretern der Zivilgesellschaft die Regierung eindringlich dazu auf, sich stattdessen auf neue Einnahmequellen zu konzentrieren.
Es sei wirklich höchste Zeit, darüber nachzudenken, wie die stärksten Schultern endlich einen ehrlichen Beitrag leisten könnten. Die Arbeitnehmer hätten in dieser Hinsicht schon mehr als genug geleistet.
Die letzten nationalen Demonstrationen der gemeinsamen Gewerkschaftsfront hatten am 14. Oktober 2025 und am vergangenen 12. März stattgefunden. Laut Polizeiangaben hatten daran jeweils etwa 80.000 Menschen teilgenommen, die Gewerkschaften zählten 100.000 Teilnehmer.
Boris Schmidt