Die Deckelung des Lohnindex bringt dem Staat bis 2030 1,2 Milliarden Euro ein. Das geht aus einer Berechnung des Planbüros hervor, wie die beiden Wirtschaftszeitungen De Tijd und l'Echo am Dienstag berichten.
Die Föderalregierung hatte beschlossen, dass Löhne und Sozialleistungen in den kommenden Jahren nur bis zu einer gewissen Höhe indexiert werden, also entsprechend der Inflation steigen. Durch den abgefederten Anstieg der Löhne gehen dem Staat zwar Einnahmen aus der Einkommenssteuer verloren. Dieser Verlust wird laut den Berechnungen jedoch mehr als ausgeglichen, da der Staat gut 2,4 Milliarden Euro weniger ausgeben muss.
Das Planbüro hat seine Berechnungen bereits den Gewerkschaften und Arbeitgebern zukommen lassen, dies als Vorbereitung auf eine Stellungnahme, die in den nächsten Tagen erwartet wird. Die Gewerkschaften rechnen mit einem Kaufkraftverlust der Arbeitnehmer. Die Auswirkungen für die Arbeitgeber sind noch nicht deutlich.
belga/sh