Belgien hat keinerlei Absicht, am Irankrieg teilzunehmen. Das hat Premierminister Bart De Wever am Montagabend gegenüber der VRT erneut betont. Belgien sei zwar bereit, an einer maritimen Operation in der Straße von Hormus teilzunehmen, aber nur unter strikten Bedingungen. Dazu gehöre ein dauerhafter Waffenstillstand und ein internationales Mandat, so De Wever.
Der Premierminister präzisiert damit frühere Aussagen von Außenminister Maxime Prévot von Les Engagés und von Verteidigungsminister Theo Francken von der N-VA. Das habe Belgien so auch dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron mitgeteilt. Macron ist dabei, zu versuchen, eine entsprechende Initiative voranzutreiben mit aktuell rund einem Dutzend interessierter Länder.
Belgien sei grundsätzlich bereit, in diese Koalition einzutreten und deswegen auch daran interessiert, in die Vorbereitungen miteinbezogen zu werden, so De Wever weiter. Innerhalb der Föderalregierung sei man sich auch einig, unter welchen Bedingungen das erfolgen könne. Belgien sei bekannt für sein Wissen und seine Erfahrung beim Räumen von Minen, was natürlich im Kontext der Straße von Hormus von großem Interesse sein könne. Und das sei auch etwas, wonach Belgien schon mehrfach gefragt worden sei.
Boris Schmidt