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Offenbar doch kein Vandalismus: Fotoinstallation über Terroropfer wohl durch starken Wind beschädigt

30.03.202618:16
  • Brüssel
Polizeirevier in der Region Brüssel-Hauptstadt
Polizeirevier in der Region Brüssel-Hauptstadt (Illustrationsbild: Thierry Roge/Belga)

Eine Fotoinstallation in Brüssel über die Opfer der Terroranschläge ist wohl doch nicht von Unbekannten zerstört worden. Das hat die Opfervereinigung "Life for Brussels" mitgeteilt. Die Ermittlungen der Polizei hätten ergeben, dass die Ausstellungstafeln in der vergangenen Woche wohl vom starken Wind schwer beschädigt worden seien.

Die Ausstellung mit meterhohen Porträtfotos und Texten über die Opfer vom 22. März 2016 war zunächst im föderalen Parlament ausgestellt worden. Im Anschluss wurden die Ausstellungstafeln am Schuman-Platz im Europaviertel der Hauptstadt aufgebaut, in der Nähe des Mahnmals für Terroropfer.

Am frühen Freitagmorgen wurde jedoch festgestellt, dass die Tafeln zum Großteil aus ihren Verankerungen gerissen und die Exponate schwer beschädigt worden waren. Der angerichtete Schaden soll etwa 20.000 bis 30.000 Euro betragen.

Zunächst stand der Verdacht im Raum, dass es sich um eine zielgerichtete Zerstörung durch unbekannte Täter gehandelt haben könnte. Die Opfervereinigung "Life for Brussels", die die Ausstellung organisiert hatte, erstattete daraufhin Anzeige.

Eine Analyse der Aufnahmen von Überwachungskameras und die Befragung von Bauarbeitern aus der Umgebung habe aber ergeben, dass es sich nicht um Vandalismus gehandelt, bestätigt die Stadt Brüssel.

"Life for Brussels" zeigte sich in einer ersten Reaktion erleichtert, will aber trotzdem noch den offiziellen Abschlussbericht abwarten. Es sei schwer nachvollziehbar, wie für öffentliche Ausstellungen entworfene Strukturen so gründlich zerstört worden seien ohne menschliche Einwirkung, so die Opfervereinigung sinngemäß.

Boris Schmidt

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