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Ministerrat beschließt Erforschung von Wasserstoffvorkommen in Belgien

27.03.202611:5727.03.2026 - 18:15
  • Föderalregierung
  • Frankreich
Wasserstoff (Illustrationsbild: Jasper Jacobs/Belga)
Illustrationsbild: Jasper Jacobs/Belga

Die Föderalregierung hat die Exploration eines möglichen Wasserstoffvorkommens genehmigt. Energieminister Jean-Luc Crucke verweist auf eine große Entdeckung in Nordfrankreich mit geschätzten 34 Millionen Tonnen weißem Wasserstoff. Nun wird geprüft, ob sich das Vorkommen bis nach Belgien erstreckt.

"Es ist gigantisch! Sollte sich das alles bewahrheiten, dann wäre das ein Gamechanger!" Jean-Luc Crucke war am Freitagmorgen in der RTBF hörbar begeistert. "Gamechanger", sagt der föderale Klimaminister. Das würde ja bedeuten, dass wir vor einem Wendepunkt stehen, dass sich die Ausgangslage in absehbarer Zeit grundlegend verändert.

Crucke meint es jedenfalls ernst: Später wiederholte er den Begriff auch bei den flämischen Kollegen der VRT. Mit diesem "Gamechanger" meint der Föderalminister eine Entdeckung, die kürzlich in Nordfrankreich gemacht wurde. In der Region Lothringen wurde ein riesiges Wasserstoffvorkommen aufgespürt: Schätzungen zufolge gehe es um rund 34 Millionen Tonnen. Das entspreche gut einem Drittel der jährlichen weltweiten Wasserstoffproduktion.

Hier geht es also um natürlichen, sogenannten "weißen" Wasserstoff. Der entsteht durch chemische Prozesse im Erdinneren, zum Beispiel wenn eisenhaltiges Gestein bei hohen Temperaturen mit Wasser reagiert. Wie auch Gas oder Erdöl sammelt sich dieser weiße Wasserstoff dann in unterirdischen Lagerstätten an.

Und eine davon liegt also im Boden unter Lothringen in rund 3.500 Metern Tiefe. Man geht davon aus, dass das Vorkommen bis in die Nachbarländer reicht, also bis nach Deutschland, Luxemburg und eben auch Belgien. "Genau das wollen wir jetzt untersuchen", sagt Jean-Luc Crucke.

Die Regierung hat grünes Licht gegeben für eine erste Phase der Exploration. Konkret sollen erstens die genauen geographischen Ausmaße dieses Wasserstoffvorkommens ermittelt werden. Und zweitens würden auch Probebohrungen vorgenommen. Dies auch schon mit Blick auf die mögliche wirtschaftliche Nutzung: Die Zusammensetzung des Wasserstoffs würde untersucht, um zu schauen, ob er sich wirklich für eine industrielle Nutzung eignet.

Im besten Fall wäre der Brennstoff dann gleich mehr oder weniger "gebrauchsfertig". Das allein wäre schon ein echter "Gamechanger", um es noch mal mit Jean-Luc Crucke zu sagen, denn bislang muss man den Wasserstoff mit aufwendigen und vor allem energieintensiven Verfahren herstellen. Das macht ihn ineffizient und teuer, und das ist denn auch der Grund, warum sich der Brennstoff, der doch eigentlich mal als "die Zukunft" galt bislang nicht durchgesetzt hat.

Wenn man ihn dagegen einfach nur "aus dem Boden holen" könnte, dann würde Wasserstoff plötzlich doch zur Alternative. Dies vor allem für energieintensive Branchen, die ihn als "Gasersatz" nutzen könnten, aber auch zum Beispiel im Transportsektor, sagt auch Jean-Luc Crucke.

Der föderale Mobilitäts- und Klimaminister Jean-Luc Crucke
Der föderale Mobilitäts- und Klimaminister Jean-Luc Crucke (Bild: Marius Burgelman/Belga)

Und dann sind wir wieder beim "Gamechanger", diesmal für die heimische Industrie. Wegen der hohen Energiepreise in Europa leiden besonders energieintensive Branchen im Moment unter einem Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz aus den USA und aus China. Der Wasserstoff, der sich womöglich unter unseren Füßen befindet, wäre also fast so etwas wie das neue "weiße Gold".

"Mal langsam", warnen da aber Experten. "Das alles klingt doch einfacher, als es ist", sagte in der RTBF Francesco Contino, Professor an der Uni Louvain-la-Neuve und Spezialist für Energiefragen. "Der Wasserstoff mag 'natürlich' sein, man muss ihn aber doch erstmal aus dem Boden holen und transportieren." Tatsächlich steckt die Förderung von Wasserstoff noch mehr oder weniger in den Kinderschuhen. Entsprechend sind auch die Produktionskosten noch nicht absehbar.

Jean-Luc Crucke will sich davon aber nicht beirren lassen. Ohnehin wäre die Erschließung des lothringischen Vorkommens in seinen Augen eine Gemeinschaftsproduktion der vier Länder, die auf dem Wasserstoff "sitzen", also neben Frankreich dann wahrscheinlich Belgien, Deutschland und Luxemburg. Crucke ist jedenfalls vom Potenzial des weißen Wasserstoffs überzeugt. Denn hier gehe es ja nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern eben auch um die strategische Unabhängigkeit Europas.

Roger Pint

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