500 Teilnehmer gingen in Löwen nach einem Aufruf der Nationalistischen Studentenvereinigung NSV auf die Straße, um vor allem für "Remigration" einzutreten. "Remigration", das ist ein Kampfbegriff in der rechtsextremen Szene und bezeichnet die Forderung, Migranten außer Landes zu bringen.
Speziell für die Kundgebung waren auch Delegationen aus den Niederlanden, Italien und Frankreich angereist, darunter laut Medienberichten auch bekannte Rechtsextremisten. Auch Fußballhooligans aus Belgien und Europa waren unter den Demonstranten.
Und es waren offenbar vor allem sie, die gezielt die Konfrontation mit den linken Gegendemonstranten suchten. Die versuchten, dem Protestzug den Weg zu versperren, wurden dabei aber von den Teilnehmern der NSV-Demo mit Feuerwerkskörpern beschossen.
Einige Gegendemonstranten suchten ebenfalls die Konfrontation: Rund 20 von ihnen seien auf dem Weg zu der NSV-Kundgebung vorübergehend festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher in der VRT. Sie seien unter anderem im Besitz von Sturmhauben, Schutzbrillen und Masken gewesen.
Auch nach der Auflösung der Demo blieb die Atmosphäre in der Innenstadt von Löwen noch eine Weile angespannt.
Roger Pint