Gemeinsam gegen den Klimawandel: CO2-Speicherung unter dem Meer
Ein zentraler Punkt des Besuchs war ein Hochleistungsforum für CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS). Belgien und Norwegen planen eine engere Zusammenarbeit, um Treibhausgase effektiv zu reduzieren. Das Verfahren sieht vor, CO2 direkt an der Entstehungsquelle abzufangen, zu verflüssigen und per Pipeline oder Schiff nach Norwegen zu transportieren. Dort soll das Gas tief unter dem Meeresboden in erschöpften Öl- und Gasfeldern dauerhaft gelagert werden. Ein bilaterales Abkommen für den Bau einer entsprechenden Pipeline ist unterzeichnet.
Aufrüstung und Sicherheit
Neben Klimafragen rückte am Nachmittag die Sicherheitspolitik in den Mittelpunkt. Auf der Sola Air Station besichtigte das Königspaar gemeinsam mit Verteidigungsminister Theo Francken und Außenminister Maxime Prévot das Luftabwehrsystem NASAMS.
Belgien hat die Anschaffung von zehn Batterien dieses Systems bestätigt, um die eigenen Streitkräfte zu modernisieren. Begleitet wurden die Majestäten zudem vom Oberbefehlshaber der Streikräfte Frederik Vansina.
Rückkehr nach Belgien
Nach dem militärischen Termin in Stavanger endet der offizielle Staatsbesuch. Die Delegation tritt am Abend den Rückflug an. Gegen 21 Uhr wird das Königspaar zurück in Belgien erwartet. Minister-Präsident Oliver Paasch sprach von einem wichtigen Staatsbesuch. "Wir haben aus meiner Sicht sehr aufschlussreiche Gespräche geführt. Nicht nur mit dem norwegischen Königshaus, sondern insbesondere mit den Vertretern der norwegischen Regierung zu sicherheitspolitischen Themen, die ja von großer Aktualität sind. Aber auch zu der Frage 'Wie gehen wir in Zukunft mit Energiepreisen um - und wie können wir uns zusammen tun, auch als strategische Partner in energiepolitischen Fragen?' Da kann Norwegen für uns auch in Zukunft ein wichtiger Partner sein. Diese Partnerschaft wollen wir - das haben wir uns versprochen - ausbauen."
Belgisches Königspaar in Oslo: Fokus auf Energie und Frieden
Manuel Zimmermann



