Außenminister Maxime Prévot plädiert weiterhin dafür, positiv auf das Hilfsersuchen der Golfstaaten zu reagieren.
Dies nicht zu tun, sende "ein falsches politisches Signal“, sagte Prévot in der Sendung "VTM Nieuws". Das Thema sollte kommende Woche erneut auf die Tagesordnung der Ministerrates gesetzt werden, forderte der Les Engagés-Politiker.
Die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Oman haben Belgien um Verteidigungsunterstützung gebeten, um iranischen Raketen- und Drohnenangriffen entgegenzuwirken.
Die Regierung hatte am Freitag beschlossen, sich vorerst auf eine diplomatische Sondierungsstudie zu beschränken. Die Koalitionspartner Vooruit und CD&V befürchten nämlich, dass Belgien durch die Entsendung von Verteidigungstechnik in den Krieg im Nahen Osten verwickelt werden könnte.
Prévot argumentierte in der Nachrichtensendung, dass Belgien nicht die Solidarität seiner Verbündeten einfordern könne, wenn es selber keine Hilfe anbiete. Die Unterstützung der Golfstaaten sei nicht zuletzt für die Energieversorgung von erheblicher Bedeutung, unterstrich er.
belga/mh