Sechs EU-Länder, darunter Deutschland und Frankreich, haben ihre Bereitschaft erklärt, bei der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu helfen. Die Meerenge wird vom Iran blockiert, wodurch kein Öltanker passieren kann. Auch die belgische Regierung ist von Großbritannien gebeten worden, sich an der Mission zu beteiligen.
Über diese Anfrage berät am Freitagvormittag das föderale Kernkabinett. Premierminister Bart De Wever (N-VA) sagte am Morgen im flämischen Rundfunk VRT, dass niemand Lust habe, in Trumps Iran-Krieg hineingezogen zu werden. Die Frage sei deshalb, ob man einem Marine-Einsatz zustimme und wenn ja, unter welchen Bedingungen.
Der Ministerrat berät auch über eine Aktivierung des sogenannten "umgekehrten Ausgleichsmechanismus". Dabei würden die Akzisen auf Benzin und Diesel sinken, wenn die Energiepreise eine bestimmte Schwelle erreichen. Wirtschaftsminister David Clarinval (MR) hatte die Umsetzung in Aussicht gestellt. Ob in der Frage schon am Freitag eine Entscheidung fällt, ist aber unsicher.
Beim EU-Gipfel am Donnerstag haben sich die Mitgliedsländer nicht auf einheitliche Maßnahmen zur Senkung der Öl- und Gaspreise geeinigt.
Der Höchstpreis für Heizöl steigt wieder. Das gibt das Wirtschaftsministerium bekannt. Bei Bestellungen von 2.000 Litern oder mehr kostet ein Liter ab Samstag 1,36 Euro - das sind 5,7 Cent mehr als am Freitag und ist zugleich der höchste Stand seit Oktober 2022.
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