Auf der Höhe von De Haan sind in der Nacht zum Donnerstag 19 Migranten aus Seenot gerettet worden. Der Außenbordmotor ihres Schlauchbootes war ausgefallen, zudem wies das Boot ein Leck auf.
Nur eine der 19 Personen trug eine Rettungsweste. Eigenen Angaben nach waren sie zum Zeitpunkt ihrer Rettung seit sechs oder sieben Stunden unterwegs.
Die Polizei nahm die Migranten in Gewahrsam. Sie stehen in Verdacht, mit dem Schlauchboot den Versuch unternommen zu haben, illegal nach Großbritannien zu gelangen. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, um Hinweise auf mögliche Schleuser zu ermitteln.
Gouverneur von Westflandern bringt Grenzschließung ins Gespräch
Der Gouverneur der Provinz Westflandern, Carl Decaluwé, fordert von der Föderalregierung, im Kampf gegen Schleuser eine Schließung der Grenze zu Frankreich in Erwägung zu ziehen oder systematisch Kontrollen durchzuführen. Decaluwé ist der Ansicht, dass Schleuser ihre Tätigkeit an der belgischen Küste ausweiten.
Quintin solle zudem mit Großbritannien Kontakt aufnehmen, um herauszufinden, ob die britischen Kollegen Unterstützung leisten könnten, erklärte Decaluwé. Die britischen Einsatzkräfte verfügten über moderne Ortungsgeräte, deren Nutzung auch in Belgien sinnvoll wäre, betonte er.
rtbf/moko