In mehreren Zeitungsinterviews hat Premierminister Bart De Wever den Sparkurs seiner Regierung verteidigt. Schwere Entscheidungen müssten in den ersten zwei Jahren einer Legislaturperiode getroffen werden.
Später lasse der Mut für Reformen nach, wird De Wever am Samstag von der Nachrichtenagentur Belga zitiert. Mit Blick auf das laufende und kommende Jahr sei es jetzt an der Zeit, Korrekturen zu machen, um eine Sanierung des Haushalts bis 2029 zu erreichen.
Dabei unterstrich der Premier auch, dass zusätzlich zu den elf Milliarden drei bis vier weitere Milliarden Euro eingespart werden müssten.
In den Interviews äußerte sich De Wever außerdem zum Krieg in der Ukraine und sprach sich langfristig für eine Vereinbarung mit Wladimir Putin aus, da Europa Russland ohne volle Unterstützung der Vereinigten Staaten militärisch oder wirtschaftlich kaum in die Knie zwingen könne.
Anlass für die ausführlichen Interviews ist das Buch von Bart De Wever "Over welvaart" ("Über Wohlstand"). Die französischsprachige Ausgabe erscheint am Samstag unter dem Titel "Prosperité".
belga/dop