Es sind die beiden frankophonen Parteien, die die Arizona-Koalition die virtuelle Mehrheit in der Kammer kosten. Im Vergleich zu den vergangenen Föderalwahlen verliert die MR sechs Sitze, Les Engagés büßen drei ein.
Jeweils nur einen Sitz verlieren die beiden flämischen Parteien CD&V und Vooruit. Und nur die N-VA von Premierminister Bart De Wever kann sogar einen Sitz dazugewinnen.
De Wever surft derweil weiter auf einer Beliebtheitswelle: 70 Prozent der Flamen stehen laut Het Laatste Nieuws voll hinter ihrem Premier und wünschen sich, dass er weiter wichtige Entscheidungen für das Land trifft. Belgienweit ist immerhin jeder Zweite sehr zufrieden mit der Arbeit des Premierministers.
In Flandern hat sich der Zweikampf um die beliebteste Partei der Flamen zugespitzt. Nur noch 0,1 Prozentpunkte trennen den Spitzenreiter N-VA von ihrem Verfolger, dem rechtsextremen Vlaams Belang. Beide Parteien kommen jeweils auf gut 25 Prozent Zustimmung unter den Flamen.
Im frankophonen Parteienspektrum kann die PTB in Brüssel deutlich zulegen und erreicht dort einen Rekordwert von 25 Prozent Zustimmung. Damit ist die PTB aktuell die beliebteste Partei in Brüssel. In der Wallonie bleibt die PS in der Wählergunst vorn mit zurzeit knapp 28 Prozent Zustimmung.
Kay Wagner