Im Kabinett der Justizministerin gibt man sich wenig überrascht über die Klage. Die sei zu erwarten gewesen, weil es sich bei der Höhe der Kaution um sehr viel Geld handele, heißt es auf Anfrage der VRT aus dem Kabinett.
Die 10 Millionen Euro Kaution entsprechen aber auch in etwa dem Betrag, den der Betreiber des Öltankers als Strafzahlung für zahlreiche Verstöße seitens der belgischen Justiz erwarten kann. Seit Anfang des Monats ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Betreiber des Tankers.
Der war unter falscher Flagge gefahren, als er am 1. März von belgischen und französischen Soldaten geentert worden war. Bei der Inspektion im Hafen von Zeebrügge waren insgesamt 45 Verstöße festgestellt worden, unter anderem gefälschte Zertifikate und technische Mängel.
Was jetzt weiter mit der Klage des Besitzers des Öltankers passiert, ist bislang nicht bekannt. Dieser Besitzer soll nach Recherchen der VRT aus dem Umfeld des mittlerweile getöteten geistlichen Führers des Iran kommen.
Kay Wagner