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  • 80 Jahre BRF
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Drogen im Abwasser: Ketamin und Crack (weiter) auf dem Vormarsch

11.03.202609:1511.03.2026 - 12:46
  • Lüttich
  • Sciensano
Kläranlage von Lüttich-Oupeye
Kläranlage von Lüttich-Oupeye (Archivbild: Michel Krakowski/Belga)

Wie verbreitet Drogenmissbrauch ist, konnte man bislang nur ahnen oder allenfalls hochrechnen. Das Institut für Volksgesundheit Sciensano hat nun versucht, sich einen genaueren Überblick zu verschaffen: Im ganzen Land wurden Abwasserproben auf Rückstände verschiedener Drogen untersucht. Die Forscher fanden viel Bekanntes und einige Überraschungen.

"Abwasser ist eigentlich ein perfekter Gradmesser, weil wir durch diese Methode ein größeres Bild bekommen", sagt Dr. Maarten Degreef. Er ist Forscher beim Institut für Volksgesundheit Sciensano. Und wenn man "Abwasser" und "Sciensano" in einem Satz hört, dann denkt der eine oder die andere vielleicht sofort an die Coronakrise. Damals wurden Abwasserproben entnommen, um etwa zu schauen, ob eine neue Virusvariante schon in Belgien angekommen war. Jetzt macht man also das gleiche mit Drogen, also besser gesagt mit ihren Rückständen.

Bislang konnten die Forscher allenfalls Menschen zu ihrem Drogenkonsum befragen. Nur war die Datenmenge dadurch sehr überschaubar, und die daraus resultierenden Informationen waren mit Vorsicht zu genießen, weil die meisten nicht offen über den Gebrauch insbesondere von verbotenen Substanzen reden wollen. Die "Abwasser-Methode" ist schnell und kostengünstig, sagte Maarten Degreef in der VRT. Und vor allem: "Eine solche Studie lügt nicht."

Auf der einen Seite wird hier natürlich bestätigt, was man schon weiß. Etwa, dass Kokain in Belgien weit verbreitet ist, ebenso wie MDMA, also Ecstasy. Durch diese Abwasserstudie gibt es jetzt aber objektive Daten dazu. Und die beweisen zum Beispiel, dass Kokain wirklich landesweit konsumiert wird, also nicht nur in den großen Ballungsräumen.

In den Abwässern tauchen daneben aber auch Rückstände von Methamphetaminen, Crack und Ketamin auf. Und das ebenfalls mehr oder minder landesweit. Gerade Ketamin ist da vergleichsweise neu. Vor fünf Jahren war das noch kein Thema. Und jetzt findet man das Narkosemittel praktisch überall im Land wieder. Manchmal gibt es aber auch auffällige Unterschiede je nach Region: Kokain etwa ist weiter verbreitet in Brüssel und in der Wallonie, chemische Drogen wie Ecstasy oder auch Amphetamine sind populärer in Flandern.

Sciensano hat da aber keine reine Momentaufnahme gemacht. Eine Woche lang wurden jeden Tag Proben entnommen, um zu schauen, wann welche Substanzen auftauchen. Resultat: Kokain oder Ecstasy werden nach wie vor besonders am Wochenende konsumiert, also wenn die Menschen ausgehen. Bei Amphetaminen gab es in den Studentenstädten wie Brüssel, Gent oder Löwen vor allem einen sichtbaren Höhepunkt am Freitag, also am Tag nach dem traditionellen Studenten-Ausgehtag.

Eben die Tatsache, dass man eine ganze Woche unter die Lupe genommen hat, brachte aber auch einige überraschende Erkenntnisse ans Licht, sagt Dr. Maarten Degreef. Zum Beispiel beim Ketamin. Eigentlich geht man davon aus, dass diese Substanz nur am Wochenende genommen wird. Aber, was stellen wir fest? Wir sehen da eigentlich keinen großen Unterschied zwischen Werktagen und Wochenende - was womöglich auf Abhängigkeiten hindeutet. Ähnliche Feststellungen macht man auch beim Crack-Konsum: Auch hier sieht man vor allem regelmäßigen Konsum, der sich im Übrigen auch nicht mehr auf die großen Städte beschränkt.

Ob oder wie sich das Problem verändert hat, können die Forscher nicht sagen, zumindest nicht auf der Grundlage dieser Studie, weil es ja das erste Mal ist, dass die Abwasseruntersuchung in diesem Umfang durchgeführt wird. Darüber hinaus sind die Daten zwar umfangreich, aber ergeben immer noch kein Gesamtbild.

Proben wurden genommen an 17 verschiedenen Stellen, in denen die Abwässer von rund einem Viertel der Bevölkerung gesammelt werden. Ostbelgien war aber zum Beispiel nicht dabei. Also "landesweit" ist ein großes Wort. Nichtsdestotrotz haben die Forscher schon darauf geachtet, ein ausgewogenes Bild zu erstellen: Berücksichtigt wurden Metropolen, kleinere Städte und dann auch der ländliche Raum; und das in Brüssel, in Flandern und auch in der Wallonie. Also sind die Daten schon repräsentativ.

Und sie können auch dabei helfen, die Politik zielgerichteter zu gestalten, sagt Dr. Maarten Degreef. Präventivmaßnahmen können jetzt viel gezielter auf die tatsächliche Situation vor Ort zugeschnitten werden.

Roger Pint

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