Die nationale Kundgebung der Gewerkschaften am Donnerstag wirft offensichtlich schon ihre Schatten voraus. Die Arbeitnehmerorganisationen wollen dabei einmal mehr gegen die aktuelle Spar- und Reformpolitik der Föderalregierung protestieren. Und im Hafen von Zeebrugge wollte sich das Personal der Verkehrszentrale offensichtlich schon einmal warmlaufen.
Am Dienstag legten die Beschäftigten spontan die Arbeit nieder. Ihre Absicht war es, die Protestaktion bis Donnerstagabend durchzuziehen. Der flämische Unternehmerverband Voka zog daraufhin vor Gericht: "Die Auswirkungen für den Hafen von Zeebrugge drohten viel zu groß zu werden", sagte ein Sprecher in der VRT. "In der Nordsee warteten Schiffe auf eine Genehmigung, um in den Hafen einfahren zu können, im Hafen selbst waren auch Schiffe blockiert. So konnte es nicht weitergehen."
Voka erwirkte also eine einstweilige Verfügung: "Jede Behinderung oder Erschwerung des maritimen Zugangs zum Hafen von Zeebrugge" wurde demnach verboten - und das unter Androhung eines Zwangsgeldes von 1.000 Euro pro Stunde, in der die Anordnung missachtet würde.
Roger Pint