Der Fund von PFAS im Umfeld des Chemiewerks von 3M in Zwijndrecht hatte vor fünf Jahren hohe Wellen geschlagen. PFAS war bei Bauarbeiten in der Nähe des Werks entdeckt worden. Bei Blutproben waren erhöhte Werte von PFAS bei den Anwohnern festgestellt worden.
Diese Anwohner haben sich in einer Sammelklage gegen das Unternehmen zusammengeschlossen. Jeder von ihnen fordert 20.000 Euro vorsorgliche Entschädigung. Denn Schäden durch PFAS würden oft erst Jahrzehnte später bei Menschen auftauchen, begründen die Anwälte der Kläger. Erhörte Krebsanfälligkeit, zu hohe Cholesterinwerte und Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit können einige der Langzeitfolgen von PFAS sein.
Der Prozess ist auf drei Tage angesetzt. Ein Urteil soll frühestens in einem Monat verkündet werden.
Parallel zu diesem Zivilprozess läuft auch noch eine strafrechtliche Untersuchung gegen 3M.
Im Juli 2022 hatte sich das US-Unternehmen außerdem mit der flämischen Regierung außergerichtlich auf die Zahlung einer Entschädigungssumme von einer halben Milliarden Euro geeinigt.
Kay Wagner