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Belgien will zu große Blutplasma-Abhängigkeit von den USA abbauen

20.02.202618:16
  • Rotes Kreuz
  • USA
Eingefrorenes Blutplasma
Eingefrorenes Blutplasma (Illustrationsbild: Rodrigo Arangua/Belga)

Corona, Russland, China und zuletzt die USA haben gezeigt, wie abhängig die Länder der Europäischen Union von Importen sind - auch Belgien. Ob Energie, Nahrung, Rohstoffe oder Technik – stockt der Handel, drohen Probleme. Kaum beachtet wird dabei eine weitere kritische Ressource: Blut, genauer gesagt Blutplasma.

Grob vereinfacht ausgedrückt besteht Blut vor allem aus zwei Komponenten: den Blutzellen und dem Blutplasma. Das Plasma besteht zu über 91 Prozent aus Wasser, der Rest verteilt sich auf unter anderem Proteine, Zucker, Fette, Salze, Hormone und Vitamine.

Aber während der technische und medizinische Fortschritt dazu führt, dass immer weniger Blutzellen benötigt werden, gilt für Blutplasma das genaue Gegenteil: Hier steigt der Bedarf weltweit stetig. Unter anderem wird Plasma zur Behandlung von Patienten mit schweren Brandverletzungen eingesetzt oder auch in der Krebstherapie. Auch Menschen, die unter einer ernsten Störung des Immunsystems leiden, sind auf Blutplasma angewiesen.

Blutplasma dient aber auch als Basis zur Herstellung verschiedener Medikamente. Und die Rolle, die das Plasma spielt, könnte noch viel größer werden, mittlerweile laufen nämlich sogar schon klinische Studien, in denen es zur Behandlung von Alzheimer und Parkinson eingesetzt wird. Das Rote Kreuz Flandern testet außerdem schon Anti-Covid-Nasensprays auf der Basis von Blutplasma.

Wegen seiner immer größeren Bedeutung kann Blutplasma als strategisch wichtig bezeichnet werden, unterstreicht Thomas Paulus vom Blutdienst des Belgischen Roten Kreuzes. Das Problem: Belgien und Europa sind in puncto Plasma stark abhängig vom Ausland, genauer gesagt von den Vereinigten Staaten. 2018 sei das Plasma für 70 Prozent der Behandlungen europäischer Patienten aus den USA gekommen, was Europa in dieser Hinsicht natürlich sehr verwundbar mache.

Trump oder irgendein anderer US-Präsident könne jederzeit entscheiden, die Ausfuhr von Blutplasma in andere Länder zu unterbinden, aus welchen Gründen auch immer. Mit unmittelbaren und dramatischen Folgen für Europa. So könne man sich schnell in einer schwierigen Lage wiederfinden, warnt Paulus, für bestimmte Patienten sogar in einer kritischen. Die logische Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Blutplasma sei einfach potenziell auch ein geopolitisch heißes Eisen. Deswegen werde das Thema europäische Unabhängigkeit auch immer wichtiger.

Neben strategischen Erwägungen gibt es aber auch noch moralische, wie am Freitag die Zeitung De Standaard hervorhebt: Das meiste Blutplasma aus den USA stammt aus ärmeren Regionen, die Menschen gehen schlicht und ergreifend Blut beziehungsweise Plasma spenden, weil sie das Geld zum Überleben brauchen. Ein lukratives Geschäft für die Verantwortlichen, aber ein Gesundheitsrisiko für die Spender, wenn sie in zu kurzen Abständen Plasma spenden, um über die Runden zu kommen.

Belgien steht übrigens im Vergleich zu anderen Ländern noch relativ gut da, auch dank der vorausschauenden Planung verschiedener politisch Verantwortlicher. Aktuell kann Belgien nämlich schon circa 50 bis 60 Prozent seines Plasmabedarfs selbst abdecken. In diesem Punkt gehört Belgien in Europa zu den Spitzenreitern, manche EU-Mitgliedsstaaten kommen auf gerade mal fünf Prozent.

Auf diesen Lorbeeren will sich Belgien aber nicht ausruhen, die Zielvorgabe ist klar: Die Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten ist trotzdem noch zu groß und muss deshalb weiter reduziert werden. Das Rote Kreuz spielt bei diesen Plänen natürlich eine entscheidende Rolle. Und es hat eine ehrgeizige Vision: Ein sattes Viertel der belgischen Bevölkerung soll überzeugt werden, in Zukunft Blutplasma zu spenden. Dass es den Verantwortlichen ernst damit ist, zeigen die letzten Jahre. Von 350 Plasmaspenden pro Woche 2018 sind wir inzwischen bei gut tausend Spenden pro Woche. Und das Flämische Rote Kreuz erwartet schon für 2028 mehr Plasma- als Blutspenden.

Auf der Webseite des Blutdienstes des Roten Kreuzes sind die wichtigsten Informationen zusammengestellt, um mehr über das Thema zu erfahren.

Boris Schmidt

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