Verteidigungsminister Theo Francken schließt nicht aus, dass Soldaten zeitweise zur Überwachung von Gefängnissen eingesetzt werden könnten. Francken will sich in dieser Sache mit Justizministerin Annelies Verlinden besprechen.
Laut der Generaldirektorin des Strafvollzugs, Mathilde Steenbergen, ist die Lage aufgrund der Überbelegung der Haftanstalten nach wie vor unhaltbar. Mehr als 600 Gefangene müssen derzeit auf Matratzen auf dem Boden schlafen, weil nicht genügend Betten vorhanden sind.
Soldaten seien keine Gefängniswärter, betonte Verteidigungsminister Francken. Aber er schloss nicht aus, dass Soldaten aushilfsweise zur Überwachung von Gefängnissen eingesetzt werden könnten, um das Personal in den Haftanstalten zu unterstützen.
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