Die belgische Wettbewerbsbehörde hat Bpost und die Unternehmen DPG Media, Mediahuis und PPP wegen illegaler Absprachen verurteilt.
Sie hatten 2022 die öffentliche Ausschreibung der Zeitungskonzession manipuliert. Dabei ging es darum, zu entscheiden, wer den Auftrag erhält, die Zeitungen in den kommenden Jahren (2023-2027) zu verteilen. Bpost und das Konkurrenzunternehmen PPP hatten sich beworben. Zusammen mit den beiden Verlagshäusern DPG Media und Mediahuis vereinbarten Bpost und PPP, dass PPP gar kein Angebot einreicht, damit Bpost den Zuschlag erhält.
Insgesamt erhielten die beteiligten Unternehmen eine Geldstrafe von 11,9 Millionen Euro. Da Bpost die Manipulation selbst gemeldet hatte, muss es keine Geldstrafe zahlen. Den Hauptteil tragen DPG Media (3,8 Millionen Euro) und Mediahuis (7,8 Millionen Euro). PPP muss rund 300.000 Euro Strafe zahlen. Auch zwei Bpost-Manager erhielten eine Geldstrafe.
Die illegale Absprache war Ende 2022 aufgeflogen. Der damalige Bpost-Chef, Dirk Tirez, musste gehen. 2023 schuf die damalige Föderalregierung das Konzessionssystem ab.
belga/vk