Im limburgischen Alden Biesen hat am Donnerstagvormittag ein Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs begonnen. Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftliche Lage und die Frage, wie Europa wettbewerbsfähiger werden kann.
Es gibt eine immer stärkere Konkurrenz aus China, und auch die Zollpolitik der USA setzt der europäischen Wirtschaft schwer zu. Die Industrie beklagt darüber hinaus hohe Energiepreise und eine übermäßige Bürokratie in Europa.
Bei dem Gipfel wird unter anderem über eine Stärkung des europäischen Binnenmarktes gesprochen. Beraten werden soll ebenfalls, wie die wirtschaftliche Abhängigkeit Europas verringert werden kann. Konkrete Beschlüsse sind von dem Gipfel in Alden Biesen nicht zu erwarten.
De Wever: Verringerung der Energiekosten notwendig
Vor dem informellen EU-Gipfel hat sich Premierminister Bart De Wever für "ein bisschen Pragmatismus" in der Klimapolitik ausgesprochen. In Bezug auf eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in Europa sagte De Wever in der VRT, die Lösung müsse über eine Verringerung der Kosten für Industriezweige führen, die großen Energiebedarf haben, darunter etwa die Chemie- oder Stahlindustrie.
Die Energiekosten stehen an erster Stelle, so De Wever. Da herrsche Panik. Die Kostenstruktur in dieser Branche und der hohe Verwaltungsaufwand müsse verringert werden, betonte der Premier. De Wever befürchtet einen Rückgang der europäischen Industrie und als Folge größere Armut.
dpa/vrt/jp