In Brüssel haben am Donnerstagmorgen rund hundert Aktivisten der sozialistischen und christlichen Gewerkschaften an mehreren Kreisverkehren Sperren errichtet. Die Teilnehmer versammelten sich vor der Texaco-Tankstelle in Anderlecht und an der Buda-Brücke am Hafen.
Im morgendlichen Berufsverkehr in Richtung Innenstadt ging es nur schleppend voran. Auch öffentliche Verkehrsbetriebe werden bestreikt.
Die Gewerkschaften protestieren gegen die föderalen Sparmaßnahmen. Sie werfen der Regierung vor, systematisch die Rechte von Arbeitnehmern anzugreifen.
Auch in Wallonisch- und Flämisch-Brabant finden am Donnerstag Gewerkschaftsaktionen statt. Für den 12. März ist eine landesweite Kundgebung geplant.
Auch Feuerwehr protestiert
In Brüssel gehen am Donnerstag auch die Feuerwehrleute auf die Straße, um mehr finanzielle Mittel einzufordern. Der Feuerwehr werden immer mehr Aufgaben übertragen, ohne dass dafür mehr Personal bereitgestellt würde.
Die Gewerkschaften fordern eine Anhebung des Budgets um 15 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen 200 Feuerwehrleute ausgebildet sowie 30 Mitarbeiter in den Notrufzentralen angeworben werden.
Schon in der Neujahrsnacht hatten die Brüsseler Feuerwehrleute die Arbeit niedergelegt. Danach gab es ein Gespräch mit dem zuständigen Staatssekretär, dieses blieb jedoch laut den Gewerkschaften ohne konkretes Ergebnis.
belga/rtbf/jp