Dass man Musterhäuser besichtigen kann, ist an sich natürlich erst mal nichts Besonderes. Aber wenn es sich dabei um ein zweigeschossiges, modulares Muster-Fertighaus handelt, das innerhalb von ein paar Tagen in einer Messehalle gebaut worden ist, dann ist das schon recht beeindruckend. Und es zeigt vor allem auch, dass viele Aussteller weder Aufwand noch Kosten gescheut haben, um die Besucher - und damit natürlich potenziellen Kunden - von sich und ihren Produkten zu überzeugen. Über 300 Aussteller erwarten die Besucher auf etwa 40.000 Quadratmetern, zählt Joan Condijts auf, der Direktor von Batibouw.
Fertighäuser und andere sogenannte "schlüsselfertige Lösungen" sind nur eine der Themenwelten, die es bei Batibouw zu sehen und zu erleben gibt. Die insgesamt fünf Ausstellungsbereiche der Messe bieten noch rund 20 weitere, die so ziemlich alles im und ums Haus abdecken. Neben klassischen Ausstellern finden Besucher bei Bedarf auch Beratungsangebote zu zum Beispiel regionalen Auflagen, Prämien und Subventionen, Finanzierung, Versicherungen, Sicherheit und mehr.
An wen richtet sich die Messe also überhaupt? Im Prinzip an alle, die sich irgendwie für die Themen Bauen und Wohnen interessieren. Manche Besucher wollten einfach nur ein bisschen flanieren, sehen, was es Neues gebe und sich inspirieren lassen. Andere wiederum kämen mit konkreten Plänen und Projekten und mit sehr spezifischen Fragen. Auf beide seien die Aussteller natürlich eingestellt, so Joan Condijts.
Das Ziel der Batibouw-Macher sei, sowohl Besucher als auch Aussteller glücklich zu machen, betont der Direktor. Und er ist zuversichtlich, dass das auch dieses Mal gelingen wird. Nach eher schlechten Jahren durch Covid und andere Faktoren sei Batibouw wieder im Aufwind. Immer mehr namhafte Aussteller fänden ihren Weg zurück auf das Heysel-Gelände, das sehe man dieses Jahr ganz deutlich.
Die zur Verfügung stehende Ausstellungsfläche sei voll ausgebucht. Man denke deswegen sogar darüber nach, im nächsten Jahr noch eine Halle dazuzunehmen. Man könne in puncto Wachstum also wirklich von einem Comeback sprechen. Entsprechend zufrieden sei man bereits jetzt. Ob sich das auch in den Besucherzahlen niederschlagen wird, wird sich zwar erst noch zeigen müssen. Aber schon letztes Mal kamen wieder deutlich über 200.000 Besucher. Eine Zahl, die dieses Mal idealerweise noch übertroffen werden soll.
Sich Sachen im Internet anzuschauen und am Computer zu planen, sei ja schön und gut. Aber die Sachen vor Ort selbst zu sehen, anzufassen und zu fühlen sei eben auch wichtig. Dafür sei Batibouw da. Es habe zwar etwas gedauert, aber man merke wirklich, dass die Menschen inzwischen Lust auf etwas Geselligkeit hätten. Und natürlich auf Kontakt mit der Materie. Man müsse auch nicht großartig vorausplanen, unterstreicht Condijts noch. Man könne einfach morgens nach dem Aufstehen entscheiden, zu Batibouw zu gehen und es dann machen, gar kein Problem.
Mehr Informationen über die Messe gibt es auf der Webseite von Batibouw in französischer und niederländischer Sprache.
Boris Schmidt








