Die wallonische Regierung will vorerst weiterhin kein Dosenpfand einführen. Umweltminister Yves Coppieters sagte im wallonischen Parlament, dass das aktuelle interregionale Abkommen über Recycling die Einführung vom Erreichen bestimmter Ziele abhängig mache.
Wichtigste Vorgabe ist dabei, dass 2029 90 Prozent der Materialien, die in den blauen Sack kommen, recycelt werden. Aktuell beträgt diese Quote 65 Prozent. Sollten die 90 Prozent 2029 nicht erreicht werden, müsse man laut Abkommen ein Dosenpfand einführen, antwortete Coppieters dem ostbelgischen Regionalabgeordneten Freddy Mockel.
Anfang der Woche hatten mehrere Bauernverbände kritisiert, dass die aktuelle wallonische Regierung das Projekt im September 2024 aufgegeben hat. Damals konnten sich die Koalitionspartner nicht auf ein Modell zur Einführung des Dosenpfands einigen.
Dosen machen mehr als ein Drittel des wilden Mülls in der Wallonie aus. Sie stellen für die Landwirtschaft ein erhebliches Risiko dar. Wenn sie beim Mähen zerkleinert werden und ins Futter gelangen, können sie Rinder schwer verletzen oder sogar töten.
ake