Ablenkung durch Handynutzung am Steuer bleibe eine wichtige Ursache für Verkehrsunfälle, so Mobilitätsminister Crucke weiter. Eine automatische Detektion sei also ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. 2024 sind im Schnitt pro Tag 300 Autofahrer bei der unerlaubten Handynutzung erwischt worden. Die Handynutzung wird in Belgien pro Jahr für 50 Tote und 4.500 Verletzte im Straßenverkehr verantwortlich gemacht.
Aus der Umfrage des französischen Autobahnbetreibers Vinci Autoroutes geht hervor, dass Autofahrer ihr Handy immer häufiger zum Schreiben oder Lesen von Textnachrichten beziehungsweise zum Scrollen am Steuer nutzen. Das tatsächliche Telefonieren hingegen nimmt ab. Das ist eine gefährliche Entwicklung für die Verkehrssicherheit, warnt Vias, weil Schreiben beziehungsweise Lesen das Unfallrisiko deutlich stärker erhöht als Telefonieren.
Knapp einer von acht belgischen Autofahrern telefoniert außerdem weiterhin mit dem Handy in der Hand hinterm Steuer. Das ist eine leichte Verbesserung zum Jahr davor. 86 Prozent der Befragten geben auch an, länger als zwei Sekunden nicht auf den Weg vor ihnen zu achten, weil sie durch andere Dinge visuell abgelenkt werden, etwa Werbung am Straßenrand. Einer von zehn nimmt außerdem während seiner Autofahrt an Online-Meetings teil. Und schließlich geben sechs Prozent der Befragten an, während der Fahrt Filme zu schauen.
Boris Schmidt