Die Spar- und Reformpläne der Regierung bedrohten nicht nur die Bahn, sondern den gesamten öffentlichen Dienst, so die sozialistische Gewerkschaft. Einschnitte bei Bahn, Bildung oder im Gesundheitswesen machten die gesamte Gesellschaft ärmer. Die Regierung versuche, die Menschen zu spalten und gegeneinander auszuspielen. Deshalb sei es wichtig, dass Menschen aus anderen Diensten öffentlich ihre Unterstützung zeigten.
Auf der Veranstaltung prangerten Vertreter der Bahngewerkschaften auch erneut die Reformpläne von Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés) an. Unter anderem kritisierten sie die Erhöhung des Rentenalters, die geplante Abschaffung statutarischer Ernennungen bei SNCB und Infrabel ab dem 1. Juni, Änderungen in der Arbeitsweise des nationalen paritätischen Komitees und die auferlegten Sparmaßnahmen.
Die Bahn solle einerseits 675 Millionen Euro einsparen, andererseits aber das Zugangebot um zehn Prozent und die Passagierzahlen um 30 Prozent erhöhen. Das sei doch eine widersprüchliche Botschaft, so Pierre Lejeune von der sozialistischen Eisenbahnergewerkschaft in der RTBF.
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Boris Schmidt