Zwei Verdächtige, die sich nach dem Messerangriff bei einer Kundgebung am Donnerstag in Antwerpen noch in Polizeigewahrsam befanden, sind wegen versuchten Mordes angeklagt worden. Zwei weitere Verdächtige, die ebenfalls festgenommen wurden, sind laut Staatsanwaltschaft wegen mangels an Beweisen freigelassen worden.
Die Messerattacke hatte sich am Ende einer Kurden-Demonstration ereignet, die bis dahin friedlich verlaufen war. Die kurdische Gemeinschaft in Antwerpen vermutet einen terroristischen Hintergrund.
Zeugen hatten berichtet, dass die Täter die neue syrische Flagge schwenkten und islamistische Parolen skandierten. Sechs Menschen wurden bei dem Angriff verletzt, zwei von ihnen schwer.
Am Samstagnachmittag kamen in Antwerpen mehr als 1.000 Menschen zusammen, um gegen die Gewalt gegen die Kurden im Norden Syriens zu protestieren. Nach Angaben der Polizei kam es zu keinen Zwischenfällen.
belga/mh