Nach ersten Erkenntnissen hatten sich die Angreifer vor ihrer Tat unter die Demonstranten gemischt. Die Veranstaltung sei bis zu diesem Zeitpunkt ruhig und ohne Zwischenfälle verlaufen, erklärte der Sprecher der kurdischen Gemeinschaft in Belgien in der VRT. Gegen Ende der Demonstration habe eine Gruppe Männer plötzlich Messer gezogen und auf Teilnehmer der Demonstration eingestochen. Im Anschluss seien die Männer geflüchtet. Sechs Personen sind verletzt worden, zwei von ihnen schwebten zunächst in Lebensgefahr. Sie befinden sich mittlerweile nicht mehr in kritischem Zustand.
Bei dem Angriff handele es sich um eine dschihadistisch motivierte Terrorattacke auf die kurdische Gemeinschaft von Antwerpen, bekräftigte der Sprecher. Das sei nicht anders, als wenn Islamisten auf Straßen, Weihnachtsmärkten oder anderen öffentlichen Plätzen andere Bürger angriffen. Die Staatsanwaltschaft geht bisher nicht von einem terroristischen Anschlag aus.
Aktuell finden im Nordosten von Syrien heftige Kämpfe zwischen den Truppen der syrischen Übergangsregierung und kurdischen Streitkräften statt. Die Kurden geraten dabei immer stärker unter Druck und haben in den vergangenen Tagen große Gebiete verloren, die sie in den vergangenen Jahren kontrolliert hatten. Die Kurden werfen der syrischen Übergangsregierung vor, der islamistischen Ideologie nahezustehen.
vrt/schb/sh/okr