"Die Zeit der Nachsicht ist vorbei", zitiert Het Laatste Nieuws den Premierminister. "Je nachsichtiger man sich aufstellt, desto dreister geht er zu Werke." Bart De Wever ist offensichtlich ungehalten. Die andauernden Provokationen von US-Präsident Donald Trump will er nicht länger hinnehmen.
Trump verhalte sich wie die "Raupe Nimmersatt": Jedes Zugeständnis mache seinen geopolitischen Hunger am Ende nur größer. Und jetzt, nach den von Trump erhobenen Besitzansprüchen auf Grönland, sei das Maß endgültig voll. Denn mit dieser Provokation treffe er ausgerechnet Dänemark, einen der wohl loyalsten Verbündeten der Vereinigten Staaten. Eine defensive Haltung sei also kontraproduktiv, schlussfolgert De Wever.
Der belgische Premier ist offenbar nicht allein. Nach seiner Darstellung laufen im Moment innerhalb der EU die Drähte heiß. Viele Kollegen seien offensichtlich mit ihrer Geduld am Ende. Am Donnerstag wollen ja die EU-Staats- und Regierungschefs bei einem Sondergipfel über eine Reaktion auf die jüngsten Zolldrohungen des US-Präsidenten beraten.
Am Rande des Weltwirtschaftsforums ist offenbar auch eine Unterredung zwischen Trump und De Wever geplant. An dem Treffen sollen auch König Philippe und Nato-Generalsekretär Mark Rutte teilnehmen. Ob die Unterredung am Ende tatsächlich stattfinden werde, das bleibe aber abzuwarten, sagte De Wever.
Roger Pint