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Viele Krankenhäuser sind nicht ausreichend gegen Cyberangriffe gewappnet

14.01.202607:1114.01.2026 - 12:25
  • Antwerpen
Das Monica-Krankenhaus im Antwerpener Stadtteil Deurne
Archivbild: Dirk Waem/Belga

Drei von vier Krankenhäusern sind nur ungenügend gegen Cyberkriminelle gesichert. Das berichtet die Zeitung Het Laatste Nieuws. Sie beruft sich auf Ergebnisse einer Studie, die für das Gesundheitsministeriums durchgeführt wurde. Hintergrund ist der Hackerangriff auf das Antwerpener Monica-Krankenhaus. 

Im Monica-Krankenhaus im Antwerpener Stadtteil Deurne geht nicht mehr viel. Dienstagmorgen wurde die Klinik Opfer eines Cyberangriffs. Vorsorglich wurden alle Computer heruntergefahren.

Auch für Mittwoch mussten alle chirurgischen Eingriffe abgesagt werden. "Nur rund 30 Prozent der geplanten Pflegeleistungen können gewährleistet werden", sagte ein Sprecher der Einrichtung. Konsultationen bei den Fachärzten des Krankenhauses könnten weitgehend stattfinden.

Anscheinend haben die Täter bislang kein Lösegeld gefordert. Dennoch ist unklar, wann die Computer wieder uneingeschränkt einsatzfähig sind.

Dieser Vorfall ist ein Weckruf. Laut einer Studie sind drei von vier belgischen Krankenhäusern nur ungenügend gesichert gegen solche Cyberangriffe. Zu diesem Schluss kommt die Vereinigung Shield, die im Auftrag des Gesundheitsministeriums die Kliniken in IT-Fragen berät. Nur 15 Prozent der Krankenhäuser erfüllen etwa alle geltenden Auflagen in Bezug auf die Identifizierung der Nutzer.

Die Föderalregierung stellt jährlich 15 Millionen Euro zur Verfügung, um die Cybersicherheit in Krankenhäusern zu verbessern. Denn insbesondere im aktuellen geopolitischen Kontext gehöre das Gesundheitswesen zu den bevorzugten Zielen von Hackergruppen aller Art.

Mehr zu dem Thema im Radio-Beitrag im Player:

Roger Pint

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