Die Aussagen des Chefs von Engie Belgien dürften eine kalte Dusche für den föderalen MR-Energieminister Mathieu Bihet sein. Der beharrt nämlich auf einer Wiederinbetriebnahme von Tihange 1.
Aber so ein Projekt zur Wiederinbetriebnahme des Reaktors sei "undenkbar", betont Verbeke. Den Reaktor auf den dafür notwendigen technischen Stand von heute zu bringen würde gigantische Arbeiten erfordern.
Engie Belgien hat außerdem auch bereits die Genehmigung erhalten, um den Kühlturm von Tihange 1 abzureißen, auch wenn aktuell noch ein Einspruch gegen diese Entscheidung läuft.
Engie Belgien werde in puncto Atomenergie die Verträge erfüllen, die der Konzern mit dem belgischen Staat abgeschlossen habe, führt Verbeke aus. Die beinhalteten eine Laufzeitverlängerung der Reaktoren Doel 4 und Tihange 3 um zehn Jahre, also bis 2035.
Außerdem werde Engie wie vorgesehen am Rückbau der übrigen fünf Reaktoren arbeiten. Darüber hinaus plane Engie keine weiteren Investitionen in die Kernenergie im Land. Engie sei nicht gegen Kernenergie, aber seine Firma habe andere Prioritäten, so Verbeke. Die Zukunft gehöre erneuerbaren und flexiblen Energie-Technologien.
Boris Schmidt