Justizministerin Annelies Verlinden will untersuchen lassen, ob Mitarbeiter von privaten Sicherheitsfirmen in Gefängnissen eingesetzt werden können. Das berichtet die Zeitung Het Nieuwsblad.
Nach Ansicht der Ministerin könnte das eine Maßnahme sein, um den Personalmangel in den Haftanstalten in den Griff zu bekommen. Außerdem werde dringend Wachpersonal gesucht, wenn neue Gefängnisse eröffnet werden.
Private Sicherheitsbeamte könnten nach den Plänen nur für Überwachungsaufgaben eingesetzt werden, bei denen es keinen direkten Kontakt mit den Häftlingen gibt, wie zum Beispiel Zugangskontrollen.
Der Vorschlag von Verlinden stößt bei den Gewerkschaften auf Kritik. Ein Gewerkschaftssprecher sagte, die Ministerin sollte die Arbeitsbedingungen für Gefängnispersonal attraktiver gestalten, anstatt Verbesserungen durch den Einsatz von privaten Sicherheitsbeamten zu erwarten.
Ministerin Verlinden sagte, der Einsatz von privatem Sicherheitspersonal sei eine von mehreren möglichen Maßnahmen, über die man nachdenke. Sicherheit und Qualität seien eine Priorität bei der Suche nach Lösungen.
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