Die frankophonen Grünen von Ecolo fordern eine Politik, die mehr auf gegenseitige Hilfe ausgerichtet ist, um den ihrer Meinung nach autoritären Tendenzen entgegenzuwirken. Das ist die Kernbotschaft in den Neujahrswünschen, die Saskia Bricmont und Sarah Schlitz im Namen der Ecolo-Führung am Montag bekannt gaben. Derzeit wird die Partei vorübergehend von einem Quintett geführt, bis neue Vorsitzende gewählt wurden. Kandidaten für den Parteivorsitz können sich noch bis zum 25. Januar melden.
Die Parteiführung kritisierte mutmaßliche Rückschritte in Bezug auf Klima- und Umweltfragen in der aktuellen Politik. Im Zusammenhang mit dem Mercosur-Freihandelsabkommen warf sie der MR und Les Engagés vor, dass der Schutz der Landwirtschaft, der Gesundheit und der Umwelt zu kurz käme.
Es würden zudem zu wenig Maßnahmen ergriffen, um nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen. Arbeitslose würden zu wenig begleitet, stattdessen setzten die Regierungen in Brüssel und Namur auf Kontrolle und harte Maßnahmen.
belga/okr