Verteidigungsminister Theo Francken hat zum Thema Grönland in den vergangenen Tagen Kontakt zu den US-Botschaftern in Belgien und bei der Nato aufgenommen.
Die Nato bleibe der Eckpfeiler "unserer kollektiven Verteidigung". Und er halte es für wichtig, den Dialog fortzusetzen und über alles zu sprechen, sagte Francken im Verteidigungsausschuss der Kammer.
Es sei "besonders schmerzhaft", dass Dänemark als einer der treuesten Verbündeten der Nato ins Visier der Amerikaner geraten sei. Francken bestätigte, dass kein Antrag auf Entsendung belgischer Truppen nach Grönland eingegangen ist. Derzeit liege diesbezüglich weder ein Antrag Dänemarks, der Europäischen Union noch der Nato vor, betonte der Verteidigungsminister.
Er sprach sich dafür aus, das Thema Grönland auf eine erwachsene Art und Weise zu erörtern, so Francken. "Niemand hat ein Interesse an Streitigkeiten innerhalb der Nato - außer unserer Feinde", sagte er.
Premierminister Bart De Wever hatte zuletzt die Unterstützung Belgiens für eine Stellungnahme seiner dänischen Amtskollegin Mette Frederiksen zum Ausdruck gebracht, in der die gegenseitige Achtung der Souveränität zwischen Nato-Staaten betont wird.
belga/vrt/moko