Das KMI hat die Glättewarnung in einigen Landesteilen auf Code Orange angehoben. Das gilt für Brüssel sowie die Provinzen Ostflandern, Antwerpen, Flämisch- und Wallonisch-Brabant und Hennegau. Dort muss vermehrt mit Straßenglätte durch Schneeschauer, gefrierendes Schmelzwasser oder Schneereste gerechnet werden.
In den übrigen Provinzen gilt bis Dienstagmittag weiter Code Gelb. Autofahrer und Radfahrer sollten besonders vorsichtig fahren.
Es muss mit weiterem Schneefall, Bodenfrost und Straßenglätte gerechnet werden. Örtlich bildet sich zudem überfrierender Nebel.
Schnee legt Busverkehr auch in Ostbelgien lahm
Schneefall und glatte Straßen sorgen am Dienstagmorgen für massive Störungen im Busverkehr in der Wallonie. Der Verkehrsbetrieb TEC hat in mehreren Provinzen seinen Schlechtwetterplan aktiviert. Besonders betroffen ist die Provinz Lüttich mehr als 50 Buslinien gestrichen, zahlreiche weitere fahren Umleitungen.
Auch mehrere Verbindungen im Eupener Land und in den Eifelgemeinden wurden gestrichen oder umgeleitet. Die TEC empfiehlt Fahrgästen, sich laufend auf der Internetseite des Unternehmens über die aktuelle Lage zu informieren. Der Schlechtwetterplan wird im Laufe des Tages mehrfach neu bewertet.
Zweiter Tag in Folge
Bereits Montag führte das Winterwetter zu Behinderungen auf Straßen und Schienen. Im Zugverkehr galt auf einigen Streckenabschnitten ein Tempolimit. Das führte zu verlängerten Fahrtzeiten der Intercity-Züge, wodurch die internationalen Anschlüsse in Brüssel-Midi erschwert wurden.
Die TEC aktivierte ihren Unwetterplan. Vor allem in der Provinz Lüttich gab es Probleme im Busverkehr. Am Flughafen Brüssel gab es einige Verspätungen, weil Flugzeug enteist werden mussten. Der Wintereinbruch wird voraussichtlich noch einige Tage andauern.
Der Winter hat Europa m Griff
Der Zugverkehr in den Niederlanden ist durch Winterwetter fast völlig lahmgelegt. Zu zahlreichen Problemen an Weichen durch das heftige Winterwetter kam nach Angaben der Bahn am frühen Dienstagmorgen noch eine Computer-Störung. Internationale Züge seien von der Störung vorläufig nicht betroffen. Das Winterwetter sorgt zudem auf den Straßen und am Amsterdamer Großflughafen Schiphol weiter für Probleme. Rund 350 Flüge seien bereits annulliert worden.
Besonders hart traf es am Montag den Großraum Paris. Dort bildeten sich am späten Nachmittag Staus mit einer Gesamtlänge von mehr als 1.000 Kilometern. Für Autofahrer gab es wegen der widrigen Wetterbedingungen ein strengeres Tempolimit: Sie durften höchstens 80 Kilometer pro Stunde fahren. Zwischenzeitlich wurde auch der Busverkehr unterbrochen.
Schneefall und Eis hatten auch den Nordwesten Frankreichs - die Normandie und Bretagne - fest im Griff. Auch dort kam es zu Verkehrsstörungen.
Im Vereinigten Königreich musste infolge von Schnee und Glatteis mehrere Flughäfen vorübergehend geschlossen werden, auch Schulen blieben zu.
rtbf/sh