Belgien wird seinen Strombedarf nicht so bald aus neuen Atomkraftwerken decken können.
Der Bau neuer Kernkraftwerke kann laut einer aktuellen Studie frühestens Ende 2039 abgeschlossen werden. Das berichten am Freitag die Wirtschaftszeitungen De Tijd und L'Echo.
Laut der Studie, die das Ingenieurbüro Tractebel im Auftrag des Energiekonzerns Engie erstellt hat, dauert allein die Vorbereitung sechs Jahre, der eigentliche Bau dann noch mal sieben bis neun Jahre.
Damit das erste neue Atomkraftwerk 2039 in Betrieb genommen werden kann, müsste die Föderalregierung das Projekt spätestens Ende 2026 in Angriff nehmen. Tractebel hält aber eine Inbetriebnahme bis 2042 oder sogar 2044 für wahrscheinlicher.
Laut einer Schätzung von Netzbetreiber Elia braucht Belgien ab 2035 etwa 4,4 Gigawatt an zusätzlichem Strom. Das entspricht der Leistung von vier Reaktoren.
belga/sh