Die Ermittlungen zum Bau des Bahnhofs von Mons sind eingestellt worden. Das berichtet die Zeitung "La Libre".
Die Generalstaatsanwaltschaft sei zu dem Schluss gekommen, dass der Fall verjährt sei, hieß es. Hintergrund der Ermittlungen waren mögliche Unregelmäßigkeiten bei der öffentlichen Auftragsvergabe an den spanischen Architekten Santiago Calatrava.
Es bestand der Verdacht, dass dieser aufgrund eines Vorprojekts einen Informationsvorsprung gegenüber seinen Mitbewerbern hatte. Zudem sollte Calatrava erst nur eine Fußgängerbrücke für rund 37 Millionen Euro bauen. Daraus wurde am Ende ein vollständig neuer Bahnhof, der im Dezember 2024 in Betrieb genommen wurde.
Ursprünglich war die Einweihung für 2015 geplant gewesen. Die Kosten des Baus beliefen sich am Ende auf rund 480 Millionen Euro - deutlich mehr als einst veranschlagt.
belga/rtbf/moko