Die Belfius-Bank gehört bislang vollständig dem belgischen Staat. Die Föderalregierung hat die Absicht, Staatsbeteiligungen zu veräußern, um die stark gestiegenen Verteidigungsausgaben zu finanzieren. Die Öffnung des Kapitals ist aber noch nicht definitiv beschlossen. Die Bank selbst drängt schon seit Längerem zu diesem Schritt.
Er gehe davon aus, dass die endgültige Entscheidung über eine Teilprivatisierung im Oktober fallen werde, sagte Belfius-Chef Marc Raisière. Dann finden ja die Haushaltsberatungen statt. Bekanntermaßen sei die Föderalregierung mit einem stattlichen Defizit konfrontiert. "Und wir können da helfen", sagt Raisière.
Es wäre aber in jedem Fall eine Teilprivatisierung. Nach jetzigem Stand sollen 20 Prozent des Kapitals geöffnet werden. "Wir würden private Investoren bevorzugen, die es uns über ihre Erfahrung und Expertise ermöglichen, auch über die Landesgrenzen hinaus stärker agieren zu können", so Raisière.
Roger Pint