In Antwerpen hat es in der Nacht auf Mittwoch einen Brandanschlag auf eine Anwaltskanzlei gegeben. Das Gebäude wurde mit einem Sprengsatz oder einem selbstgebauten Brandsatz beworfen.
Das große Fenster zur Straße wurde zerstört. Anwohner wurden durch eine laute Explosion aus dem Schlaf gerissen. Zeugen sagten, sie hätten Benzingeruch wahrgenommen.
Vor dem Gebäude brach Feuer aus, es entstand hoher Sachschaden am Haus. Vier in der Nähe geparkte Autos und ein Lastenfahrrad wurden ebenfalls beschädigt. Verletzt wurde niemand.
Der oder die Täter sind flüchtig. Tatort ist die Kanzlei Studio Legale des bekannten Antwerpener Strafverteidigers Christian Clement. Aktuell tritt er im Costa-Drogenprozess auf.
Es wird untersucht, ob der Anschlag eine Verbindung zum Drogenmilieu hat.
Flämischer Anwaltsverband reagiert geschockt auf Brandanschlag
Der Berufsverband der flämischen Anwälte hat schockiert auf den Brandanschlag auf die Anwaltskanzlei Studio Legale in Antwerpen reagiert. Die Tat sei äußerst beängstigend, sagte der Vorsitzende Peter Callens.
Anwälte und Richter würden gleichermaßen von Kriminellen ins Visier genommen. Der Verband will gemeinsam mit den Justizbehörden prüfen, wie gewährleistet werden kann, dass Anwälte unter diesen Umständen ihren Beruf weiterhin sicher ausüben können.
vrt/sh