Neun Tage Streik bei der SNCB - das gab es lange nicht mehr. Begonnen hat die Protestaktion bereits am vergangenen Freitag, am Montag ist aber der erste reguläre Werktag, an dem die Auswirkungen spürbar sein werden. Und die sind doch erheblich. Wie die SNCB mitteilte, werden am Montag nur vier von zehn IC-Zügen verkehren.
Auf der lokaleren Ebene ist die Lage noch unerfreulicher: Nur rund ein Viertel aller L-Züge und S-Bahnen wird verkehren. Die sogenannten P-Züge, die zu Stoßzeiten eingesetzt werden, dürften wohl ganz gestrichen werden.
Die Nationale Eisenbahngesellschaft hat einen Notfahrplan ausgearbeitet, doch empfiehlt es sich, sich auf der Webseite oder der App über die Lage zu informieren, bevor man seine Reise antritt.
Aufgerufen zu dem Streik haben zwei kleinere Gewerkschaften, nämlich die SIC und die SACT. Sie vertreten vor allem die Interessen der Lokführer und Zugbegleiter. Somit können selbst kleine Gewerkschaften für große Beeinträchtigungen sorgen. Das fahrende Personal ist besonders betroffen von den Rentenplänen der neuen Regierung, weil ihr Renteneintrittsalter von bisher 55 in den nächsten Jahren schrittweise angehoben werden soll.
Roger Pint