Raphaël Liégeois wird dritter belgischer Astronaut

Belgien hat wieder einen Astronauten. Raphaël Liégeois wurde von der europäischen Raumfahrtbehörde ESA aus mehr als 22.000 Bewerbern ausgesucht. Der 34-jährige Ingenieur und Doktor der Neurowissenschaften aus Namur ist nach Dirk Frimout und Frank Dewinne der dritte Belgier, der ins All fliegt.

Raphael Liégeois und ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher am Mittwoch in Paris (Bild: Eric Lalmand/Belga)

Raphaël Liégeois und ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher am Mittwoch in Paris (Bild: Eric Lalmand/Belga)

Raphael Liègeois wird also jetzt in die Fußstapfen von Dirk Frimout und Frank Dewinne treten. Frimout war 1992 der erste Belgier, der an Bord eines amerikanischen Space-Shuttles ins All geflogen war.

Raphael Liégeois ist einer von fünf neuen hauptamtlichen Astronauten, die die ESA jetzt ausgesucht hat: zwei Frauen und drei Männer.

Der 34-Jährige hat in Lüttich und Paris studiert. Er besitzt Diplome in Physik und Bioingenieurwesen. Promoviert hat er in Neurowissenschaften.

Im Augenblick arbeitet Raphael Liègeois an den Universitäten von Genf und Lausanne in der Schweiz. Diese Jobs wird er jetzt aufgeben müssen, um sich ganz seiner neuen Tätigkeit widmen zu können. Für welche Missionen er konkret vorgesehen wird, das wird sich erst später entscheiden.

Für ihn geht jedenfalls ein Traum in Erfüllung, wie Raphael Liègeois in der VRT sagte. Den Traum, Astronaut zu werden, habe er schon immer im Kopf gehabt. Er habe aber gewusst, dass seine Kandidatur quasi aussichtslos war. Dass es jetzt doch geklappt hat, das sei irgendwie schwer zu glauben.

Roger Pint