Corona-Barometer sorgt für gemischte Reaktionen bei betroffenen Sektoren

Das vom Konzertierungsausschuss beschlossene Corona-Barometer stößt bei den Sektoren, die von den Regeln des Barometers betroffen sind, auf unterschiedliche Reaktionen. Verhalten positiv äußerten sich Vertreter aus Kultur und dem Veranstaltungssektor. Harsche Kritik hingegen kommt vom Horeca-Sektor in Brüssel.

Corona-Barometer (Illustrationsbild: Philip Reynaers/Pool/Belga)

Illustrationsbild: Philip Reynaers/Pool/Belga

Als „Skandal“ bezeichnet der Präsident des Brüsseler Horeca-Sektors, Fabian Hermans, die Entscheidungen des Konzertierungsausschusses von Freitag. Zwar sollen Kneipen, Bars und Restaurants ab kommenden Freitag wieder bis Mitternacht geöffnet sein dürfen. Eine Stunde länger, als zurzeit. Aber das sei lange nicht genug.

Auch die grundsätzliche Entscheidung, das Barometer am Freitag in Stufe rot starten zu lassen, sei nicht akzeptabel. „Wir hatten auf orange gehofft“, so Hermans. Das alles sei „inakzeptabel“.

Anders der Ton in der Kultur. Aus diesem Sektor hatte es vor dem Konzertierungsausschuss besonders laute Kritik an dem Barometer gegeben. Die angekündigten Lockerungen, vor allem in Bezug auf die Anzahl der Zuschauer, werden zumindest von einigen Akteuren mit Erleichterung aufgenommen.

Gleiches Bild bei den Sportverbänden. Denn auch im Sport sollen wieder Zuschauer zugelassen werden. „Wir freuen uns vor allem für die Fans, die wieder Fußball im Stadion sehen können, aber auch für die Clubs, deren finanzielle Lage sich verbessern kann“, sagte noch am Freitagabend der Sprecher der höchsten belgischen Fußballliga.

Corona-Barometer startet mit Stufe rot – Sperrstunde um Mitternacht

Kay Wagner