Studien: Schnelltests bei Omikron weniger zuverlässig

Viele Menschen fragen sich seit Auftauchen der letzten Variante des Coronavirus, wie zuverlässig die bisherigen Schnelltests bei Omikron sind. Es sieht so aus, dass die Schnelltests, bei denen man einen Nasenabstrich nimmt, eine Infektion mit der Omikron-Variante weniger zuverlässig anzeigen. Das haben wissenschaftliche Studien, unter anderem an der KU Löwen, gezeigt.

Antigen-Schnelltest (Archivbild: Ina Fassbender/AFP)

Archivbild: Ina Fassbender/AFP

Das ist so zu erklären: Omikron befällt erst den Hals- und Rachenbereich und dringt erst danach in die Nase. Wenn die Infektion noch nicht lange genug zurückliegt, kann es sein, dass sie sich mit einem Abstrich in der Nase noch nicht nachweisen lässt – und das führt zu einem falsch-negativen Ergebnis.

Laut der Studie der KU Löwen zeigte fast die Hälfte der Tests an Tag eins oder zwei der Infektion ein falsch-negatives Ergebnis. Bei einem zweiten Test mit Rachenabstrich oder Speicheltest waren dieselben Personen dann tatsächlich positiv.

Konkret heißt das, dass wahrscheinlich die Teststrategie angepasst werden muss. Das empfehlen die Wissenschaftler aus Löwen. Um ein zuverlässiges Ergebnis zu bekommen, muss man ein Rachenstäbchen benutzen oder eine Speichelprobe nehmen.

Sich das Teststäbchen in den Mund oder in den Hals statt in die Nase stecken, geht nicht. Davor warnt die Agentur für Arzneimittel ausdrücklich. Es sei denn, man hat einen Test mit einem langen Teststab zur Hand, wie sie Apotheker benutzen. Die sind unter Umständen auch für einen Selbsttest mit Rachen- oder Halsabstrich geeignet. Die anderen mit den kurzen Teststäbchen sollte man dafür nicht benutzen.

Auf jeden Fall sollte man sich immer an die Gebrauchsanweisung halten, rät die Arzneimittelagentur. Die Hersteller von Schnelltests arbeiten auf jeden Fall an der Entwicklung von Tests, die sowohl in der Nase als auch im Rachen anwendbar sind.

morgen/sh/sr/km