Brüsseler Tierschutzminister will Schächtverbot durchsetzen

Der Tierschutzminister der Region Brüssel, Bernard Clerfayt (DéFI) will das Schächten - also das rituelle Schlachten ohne Betäubung - verbieten.

In der Wallonie darf ab September nicht mehr geschächtet werden (Illustrationsbild: Eric Lalmand/Belga)

Illustrationsbild: Eric Lalmand/Belga

Er wird der Regierung am Donnerstag einen entsprechenden Dekretentwurf vorlegen. Dieser ähnelt inhaltlich dem Schächtverbot, das in der Wallonie und in Flandern gilt.

Der Schlachthof von Anderlecht ist der einzige in Belgien, in dem rituelle Schlachtungen per Gesetz erlaubt sind. Der Sprecher des Betriebs, Paul Thielemans, äußerte im RTBF-Rundfunk Bedenken gegen ein Verbot.

Zum einen würden dem Schlachthof bedeutende Einnahmen verloren gehen. Zum anderen brauche es eine EU-weite Regelung, damit Rinder und Schafe nicht lebend nach Frankreich oder Polen transportiert würden und von dort als geschächtete Importware nach Belgien zurückkämen.

rtbf/jp