Verwirrung um Olympiapreisgelder: Steuerfrei oder doch nicht?

Ob die belgischen Olympioniken ihre Gewinnprämien versteuern müssen, ist unklar. Der flämische Rundfunk hatte berichtet, dass die Goldmedaillengewinner keine Steuern auf ihre Prämien zahlen müssen. Das hätte das Kabinett des Finanzministers Vincent Van Peteghem (CD&V) bestätigt.

Nina Derwael mit ihrer Goldmedaille (Foto: Dirk Waem/Belga)

Nina Derwael mit ihrer Goldmedaille (Foto: Dirk Waem/Belga)

Ob dies jedoch tatsächlich so sein wird, ist laut Presseagentur Belga offen. Schließlich obliege es nicht dem Finanzminister allein, gesetzlich festgelegte Steuern fallen zu lassen.

Man arbeite an einem neuen Gesetzesrahmen, um Preisgelder in bestimmten Fällen von der Steuer zu befreien. Von der angestrebten Prämien-Reform sollen nicht nur Sportler profitieren, sondern auch all jene, die in den Bereichen Kultur und Wissenschaft außerordentlich erfolgreich sind.

Im Moment gilt die Regel, dass Prämien und Förderungen mit bis zu 50 Prozent steuerlich belastet werden.

Die belgischen Goldmedaillengewinner von Tokio haben von der Nationallotterie eine Prämie von 50.000 Euro erhalten. Den belgischen Olympia-Athleten, die in Tokio unter die ersten acht kamen, steht insgesamt ein Prämienpaket von 571.500 Euro zu.

vrt/belga/dop