Staatssekretär für Digitalisierung Michel will freien Zugang zu bestimmten Internetdiensten

Der Staatssekretär für Digitalisierung Mathieu Michel (MR) will, dass die Belgier einen universellen Zugang zu bestimmten Internetdiensten erhalten. Das hat Michel gegenüber der Nachrichtenagentur Belga mitgeteilt.

Smartphone und Laptop

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Mathieu Michel schlägt konkret den freien und kostenlosen Online-Zugang zu bestimmten pädagogischen, bildungsrelevanten Inhalten sowie zu Internetseiten der Verwaltung, Behörden, Gemeinden, öffentlichen Einrichtungen, Universitäten und Schulen vor.

Damit reagiert der föderale Staatssekretär für Digitalisierung und administrative Vereinfachung auf eine Forderung der Verbraucherschutzorganisation Test-Achats. Die will, dass die Kosten für die Nutzung der Telekommunikationsdienste in Belgien sinken.

Diese Dienste sind hierzulande noch immer wesentlich teurer als in den Nachbarländern. Die Tarife gehören sogar zu den höchsten in ganz Europa.

Test-Achats fordert deshalb die Zulassung eines weiteren, vierten Telekomanbieters auf dem belgischen Markt. Das soll zu mehr Wettbewerb und dadurch zu niedrigeren Preisen für die Verbraucher führen.

Der Preis für solche Dienstleistungen könne in der Tat die Digitalisierung der Gesellschaft bremsen, so der MR-Staatssekretär.

Mehr Wettbewerb sei für ihn aber nicht die einzige Herangehensweise. Er wolle, dass daran gearbeitet werde, den Menschen einen universellen Zugang zu bestimmten Internetseiten zu ermöglichen. Sprich, dass der beim Besuch dieser Seiten anfallende Datenverkehr den Kunden nicht in Rechnung gestellt werde.

Michel vergleicht das mit der Funktion von Mobiltelefonen, mit denen auch ohne Guthaben oder einen Vertrag und selbst ohne Zugangs-PIN immer der Notruf angerufen werden kann.

Boris Schmidt