Vergleichsweise wenige Kinder im Juli an der Küste verloren gegangen

Die Zahl der im Juli an der belgischen Küste verloren gegangenen Kinder ist auch dieses Jahr vergleichsweise niedrig ausgefallen. Das meldet der westflämische interkommunale Küstenrettungsdienst (IKWV). Im Vergleich zum Juli 2020 ist zwar eine leichte Zunahme zu verzeichnen gewesen, aber die Zahlen liegen dennoch nach wie vor weit unter denen der Vor-Corona-Sommer.

Kind am Strand von Ostende

Bild: Virginie Lefour/Belga

462 Kinder sind den Rettungsdiensten an der belgischen Küste diesen Juli als verloren gemeldet worden – 73 mehr als im gleichen Monat letztes Jahr. Das mag zwar nach viel klingen, im Juli 2019 waren es jedoch fast einhundert mehr. Ganz zu schweigen vom – im negativen Sinne – Rekordsommer 2018: Damals waren allein im Juli über 1.100 Kinder ihren Aufsichtspersonen temporär abhanden gekommen.

Am häufigsten sind auch dieses Jahr Kinder am Strand von Ostende verloren gegangen – mehr als ein Viertel aller gemeldeten Fälle ereignete sich hier. Am anderen Ende des Spektrums liegt hingegen Bredene, wo es zu keiner einzigen Vermisstenmeldung kam.

Die Rettungsdienste führen die relativ geringe Zahl verloren gegangener Kinder unter anderem auf die schlechte Witterung zurück und die dadurch bedingten geringeren Touristenzahlen. Das sei auch im Juli 2020 so gewesen. Den Einfluss des Wetters sehe man auch daran, dass die meisten Kinder in der Woche des 21. Juli als verloren gemeldet worden seien. In dieser Woche waren die Temperaturen im Vergleich zum Rest des Monats recht hoch, was zu einem regelrechten Ansturm auf die belgische Küste geführt hatte.

Boris Schmidt