Wallonische Sonderkommissarinnen beginnen ihre Arbeit in Pepinster

Die beiden Sonderkommissarinnen für den Wiederaufbau in der Wallonie nach der Hochwasser-Katastrophe haben am Mittwoch ihre Arbeit mit einem Besuch in Pepinster begonnen. Gemeinsam mit Ministerpräsident Elio Di Rupo machten sie sich ein Bild von den Verwüstungen vor Ort. Im Anschluss gab der Bürgermeister von Pepinster bekannt, dass 59 Gebäude in der Gemeinde abgerissen werden müssen.

Sylvie Marique und Catherine Delcourt am Mittwoch in Pepinster (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Sylvie Marique und Catherine Delcourt am Mittwoch in Pepinster (Bild: Bruno Fahy/Belga)

Die 59 Gebäude sind so beschädigt, dass eine Instandsetzung nicht mehr lohnt. Wie und ob sie an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden, das zu bewerten wird Aufgabe der beiden Sonderkommissarinnen Sylvie Marique und Catherine Delcourt sein.

Marique nutzte den Vor-Ort-Termin in Pepinster, ihre Vorgehensweise dabei noch einmal zu verdeutlichen. Sie sagte: „Es ist nötig, sich grundlegende Gedanken zu machen und eine Paradigmenwechsel hier in Pepinster vorzunehmen. Und das ist keine leichte Aufgabe, mit Blick auf die Charakteristik der Gemeinde.“

Damit meint Marique die Lage der Gemeinde an den Ufern des Weser. Ihr Hochwasser hat große Teile der Gemeinde verwüstet. Um solche Szenarien künftig zu vermeiden, muss die Gemeinde anders gestaltet werden. Wie genau – darüber werden sich Marique und Delcourt in den nächsten Monaten zusammen mit den örtlichen Partnern Gedanken machen.

Kay Wagner